Der Beruf des Notfallsanitäters gehört zu den Gesundheitsfachberufen. Er hat den bisherigen Rettungsassistenten als höchste nichtärztliche Qualifikation abgelöst. Um der medizinischen Entwicklung im Rettungsdienst auch in der Ausbildung Rechnung zu tragen, unterscheidet sich die Ausbildung zum Notfallsanitäter dahingehend, dass sie von der bisherigen Ausbildung zum Beruf des Rettungsassistenten von zwei auf drei Jahre verlängert wurde. Das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) und die aufgrund dieses Gesetzes erlassene Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sind am 1. Januar 2014 in Kraft getreten. Das bisherige Rettungsassistentengesetz trat am 31. Dezember 2014 außer Kraft, um eine einjährige Übergangsphase bei der Ausbildung zu ermöglichen. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert in Vollzeitform drei Jahre, in Teilzeitform höchstens fünf Jahre. Sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht und einer praktischen Ausbildung. Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Der theoretische und praktische Unterricht wird in staatlich anerkannten Schulen durchgeführt.

Die praktische Ausbildung wird an einer genehmigten Lehrrettungswache und an geeigneten Krankenhäusern durchgeführt. Die Gesamtverantwortung für die Organisation und Koordination des theoretischen und praktischen Unterrichts und der praktischen Ausbildung entsprechend dem Ausbildungsziel trägt die Schule. Die Schule unterstützt die praktische Ausbildung durch Praxisbegleitung. Die Bundeswehr erkennt die Ausbildung nach §22 Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) an und ermöglicht die Einstellung mit hohem Dienstgrad, bzw. die entsprechende Beförderung eines beorderten Reservisten.


 

 Notfallsanitäter/-in - Vollzeit


Ausbildungsvoraussetzungen für den Notfallsanitäter sind eine gesundheitliche Eignung für den Beruf, sowie ein mittlerer Schulabschluss oder der Hauptschulabschluss, mit einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit einer Mindestdauer von zwei Jahren. Ziel der Ausbildung zum Notfallsanitäter ist das eigenverantwortliche Durchführen von geeigneten medizinischen Maßnahmen zur Erstversorgung von Notfallpatienten. Die Ausbildung umfasst 1.920 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht an einer staatlich anerkannten Rettungsschule, 720 Stunden praktische Ausbildung in einem geeigneten Klinikum und 1.960 Stunden praktische Ausbildung an einer staatlich anerkannten Lehrrettungswache. Der Auszubildende erhält während der Ausbildung eine angemessene Ausbildungsvergütung. 

Als neues Ausbildungsziel gilt, dass entsprechend dem allgemein anerkannten Stand rettungsdienstlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Durchführung und teamorientierten Mitwirkung insbesondere bei der notfallmedizinischen Versorgung und dem Transport von Patientinnen und Patienten vermittelt werden sollen.

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